Borschemich
im Januar 2016


Ein sterbendes Dort in Nordrhein-Westfalen.
Geisterstadt in Deutschland.
Lost Place.


Januar 2016 … die Bagger leisteten in den letzten Monaten ganze Arbeit. Es ist schon erschreckend wie sich das Bild der Gemeinde seit meinem letzten Besuch veränderte. Ein großer Teil der Ortschaft ist gar nicht mehr vorhanden – inkl. einiger Gebäude, die ich bei jedem meiner Besuche mit Inbrunst fotografierte. Obendrein ist das unter Denkmalschutz und historische Haus Paland verschwunden. Jetzt klafft dort, wo das wundervolle Herrenhaus einst stand, nur noch ein großes Loch. Und auch die Kirche St. Martinus wird es bald an den Kragen gehen. Die Bäume sind schon alle gefällt, so dass die Abrissteams freien Zugang haben.

Angesichts dieser gravierenden Veränderungen kommt eine düstere Stimmung bei mir aus. Ich muss unweigerlich an meine letzte Stippvisite in der Geisterstadt Borschemich denken. Die Nachwehen dieses Besuches führen mich nämlich an diesem regnerischen Tag wieder hierher. Seinerzeit wurde ich Zeuge eines wahrlich heftigen und verbitterten Streitgesprächs zwischen einem Anwohner und zwei Damen vom RWE-Wachschutz. Auch wenn ich eigentlich auf der Seite des Anwohners war … seine Reaktionen waren allerdings so bedrohlich und hasserfüllt, dass ein Rechtsstreit die Folge war. Richtigerweise. Und ich wurde als Zeuge geladen. Toll fand ich das nicht. Aber ich konnte diesen offiziellen Termin immerhin für einen erneuten Besuch der schwindenden Gemeinde nutzen.


Geisterstadt Borschemich - 1/2016


Mein bisherigen Besuche der Geisterstadt Borschemich waren im
November 2014, März 2015, Mai 2015 und September 2015. Im Jahr 2016 besuchte ich die Geisterstadt im Januar 2016, September 2016 und im Januar 2017. Mein letzter Besuch: Juni 2017.


Die einzige Sehenswürdigkeit der Gemeinde war
die Pfarrkirche St. Martinus.
Sie wurde inzwischen abgerissen.


Selbstverständlich schaute ich mir auch
den Totengräber von Borschemich an.

Tagebergbau Garzweiler II


Wissenswertes zum Thema:

Liste abgebaggerter Orte
Doku Tagebergbau Garzweiler II