Borschemich
im Mai 2015


Ein sterbendes Dort in Nordrhein-Westfalen.
Geisterstadt in Deutschland.
Lost Place.


Es ist für mich immer wieder ein seltsam entrücktes Erlebnis, die Geisterstadt Borschemich in Nordrhein-Westfalen zu besuchen. Inzwischen scheint es als hätten die Einwohner ihre ehemalige Heimat gänzlich aufgegeben und in den wenigen Straßen der Gemeinde streifen nur noch Schaulustige umher. Fotofragen – so wie ich. Fest steht, dass ich maximal eine Hand voll Leute gesehen habe. Und inzwischen sind die riesigen Schaufelbagger von Garzweiler II auch schon bedrohlich nahe an den Ort herangerückt. Man kann sie bereits sehen, denn die Grube beginnt teilweise nur einen Steinwurf hinter dem letzten Gebäude einer Straße.


Geisterstadt Borschemich - 5/2015


Die RWE beginnt inzwischen auch, sich am Ortskern zu schaffen zu machen. Einige Straßenzüge, die ich vor Monaten noch durchschritt, sind gar nicht mehr vorhanden. Dort findet man nur noch planes Land mit Unkraut überwuchert.



Mein bisherigen Besuche der Geisterstadt Borschemich waren im
November 2014, März 2015, Mai 2015 und September 2015. Im Jahr 2016 besuchte ich die Geisterstadt im Januar 2016, September 2016 und im Januar 2017. Mein letzter Besuch: Juni 2017.


Die einzige Sehenswürdigkeit der Gemeinde war
die Pfarrkirche St. Martinus.
Sie wurde inzwischen abgerissen.


Selbstverständlich schaute ich mir auch
den Totengräber von Borschemich an.

Tagebergbau Garzweiler II


Wissenswertes zum Thema:

Liste abgebaggerter Orte
Doku Tagebergbau Garzweiler II