Geisterdorf
Narón


Ein scheinbar verlassenes Dorf
in Spanien. Gefunden während ich den
Jakobsweg gegangen bin.
Spannend für Urban Explorer. .


In den letzten Jahren ging ich wiederholt den Jakobsweg. Dabei hatte ich ausgiebig Gelegenheit, mit etliche spanische Dörfer im näheren Umfeld des Weges anzusehen. Erschreckend … so kann ich das Gesehene gut und gern zusammenfassen. Wirklich erschreckend.

Die winzige Gemeinde Narón zum Beispiel: Sie liegt etwas abseits des Jakobswegs. Man muss schon einen Umweg gehen, um diesen verlassenen Fleck Erde zu erreichen. Warum ich das erwähne. Ganz einfach: Die Örtchen, die direkt am Weg liegen, können (etwas) von den Pilgern profitieren. Siedlungen, die sich nur wenige hundert Meter davon entfernt befinden, haben nichts mehr vom ständigen Strom der Pilger. Sie sind förmlich abgeschnitten und ihrem traurigen Schicksal überlassen.

Also … Narón ist abgeschnitten vom bescheidenen Wohlstand, den andere Gemeinden in der Nähe genießen. Die Häuser sind verfallen oder wurden mindestens über Jahrzehnte hinweg nicht mehr modernisiert. Menschen sieht man nicht auf der Straße. Und fast jedes Haus weist Spinnenweben an den Türen oder in den Fenstern auf. Wenn überhaupt, lebt hier nur noch eine Hand voll Menschen, die – wenn man es positiv beschreibst – nicht mehr so rüstig auf den Beinen sind. Geschätztes Mindestalter: siebzig Jahre aufwärts.


Lost Place - Geisterdorf Narón

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