Geisterstadt Doel


Juli 2015.
Eine sterbende Gemeinde.
Lost Place bzw. Geisterstadt in Belgien.


Geisterstadt Doel – Juli 2015. Ein stürmischer und regnerischer Tag. Kalt und ungemütlich ist es. Tage zuvor stöhnten alle, weil die Temperaturen beständig über 30 Grad Celsius lagen. Und heute friert man bei gerade einmal 13 Grad. Irgendwie genau das richtige Wetter, um die traurig dahindämmernde Geisterstadt Doel zu besuchen.

Es ist inzwischen gut vier Jahre her, dass ich das Örtchen in Flandern erstmalig besuchte. Seinerzeit war es für mich die erste Konfrontation mit einer Geisterstadt und ihrer Trostlosigkeit. Auch wenn es sich seltsam anhört: Inzwischen würde ich mich als Profi bezeichnen – besuchte bereits etliche Geisterstädte und begleitete sogar ihren Verfall bzw. Abriss. Immerath und Borschemich in Nordrhein-Westfalen lassen grüßen.


Lost Place - Geisterstadt Doel

Urban Exploring


Gut vier Jahre ist es her - mein letzter Besuch der Geisterstadt Doel … und es scheint, als wäre ich erst gestern dort gewesen. Die Stadt steht still. Und doch, im Detail gibt es kleine Veränderungen. Der Vandalismus hat zugenommen. Die Menschen, die hier noch immer ausharren, müssen sich inzwischen gegen den Abriss ihrer Häuser wehren und gleichzeitig von den Spinnern schützen, die die leerstehenden Häuser heimsuchen. Nicht ohne Grund patrouilliert im Viertelstundentakt Security durch das Ort.



Leider war es mir nicht möglich, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Die Sprachbarriere hätte sich ja noch überwinden lassen – aber nicht die Abneigung gegenüber Besuchern mit einem Fotoapparat in der Hand. Irgendwie verständlich.



Mein bisherigen Besuche der Geisterstadt Doel:

Juni 2011 und Juli 2015

Das Schicksal der Geisterstadt Doel:
Frankfurter Rundschau
Spiegel Online

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