Lost Place.
Eine verlassene US-Siedlung in Deutschland.

Geistersiedlung Harper

Noch ein Geisterdorf … diesmal Mitten im Herzen Deutschlands - das Geisterdorf Harper. Zwischen 1953 und Ende 2009 wurde das Gelände von den amerikanischen Streitkräften genutzt. Unter anderem residierten hier die 1. US-Panzerdivision und 8. US-Infanteriedivision.

Gleich neben dem eigentlichen Kasernengelände errichteten die Amerikaner eine kleine Siedlung für Soldaten und Offiziere. Wer wo wohnte, ist heute noch schnell zu erkennen: Plattenbauten für die Soldaten und ihre Familien. Einfamilien(reihen)häuser für die Offiziere. Letztere natürlich mit viel Grün drumherum und etliche Spielplätze zwischendurch. Aber einmal abgesehen von diesen Standesunterschieden hat man in der Siedlung viele für die Betreuung der Kinder getan. Gemessen an den Einwohnern gab es eine recht große Schule und natürlich einen riesigen Kinderhort. Manch eine deutsche Gemeinde könnte sich hier eine Scheibe abschneiden.

Nach dem Abzug der US-Armee wurde natürlich auch diese Siedlung aufgegeben. Seither versucht man, eine angemessene Nachnutzung zu organisieren. Anfangs wäre das vielleicht noch möglich gewesen, da die Gebäude (selbstredend) in einem guten Zustand waren. Aber leider ging der Vermarkter recht leichtfertig mit den Immobilien um. Sie waren wohl der Ansicht, dass ein großer Zaum um das Gelände reicht, um ungebetene Gäste den Zugriff zu verwehren. Das war ein Trugschluss. Zuerst kamen die Metalldiebe und ihnen folgten Vandalen, die das Gelände als Abenteuerspielplatz missbrauchten. Entsprechend ist der Zustand der Häuser heute … sie sind runtergekommen, die Türen sind aufgebrochen und meist sind die Fenster zerschlagen.

Eine Nachnutzung ist unwahrscheinlicher als 2009!
Meiner Ansicht jedenfalls.