Geisterstadt Immerath.

Ein sterbendes Dort in Nordrhein-Westfalen.
Bald wird es komplett verschwunden sein.
Es muss dem Tagebergbau Garzweiler II weichen.

Geisterstadt in Deutschland.
Lost Place.

Geisterstadt Immerath im Juni 2015

Fünf Radfahrer, drei Autos mit jeweils zwei Insassen und einen Spaziergänge ... mehr Menschen sind mir bei meinem Besuch von Immerath im Juni 2015 nicht begegnet. Ein Ort, in dem keine Menschen mehr sind (und wenn es wenigstens Besucher statt Einwohner wären) ist nicht mehr am Leben. Insofern liegt die Geisterstadt Immerath inzwischen auf der Intensivstation und befindet sich kurz vorm Ableben. So bitter das auch ist. Nicht einmal die alte Dame, mit der ich im April 2014 - also meinem ersten Besuch - sprach, fand ich wieder. Bisher hin in ihrem Wohnzimmerfenster immer ein handgeschriebenes Schild "Dieses Haus ist noch bewohnt". Sie wollte sich damit vor Vandalen und Metalldieben schützen, die ohne Rücksicht die Gebäude aufbrechen, um sich im Inneren auszutoben. Wie gesagt: Das Schild war weg. Und ich machte mir sorgen. Denn ich erinnere mich noch gut an ihre Worte. Sie wünschte sich, zu sterben - bevor sie umsiedeln muss. Und nun?

Bevor ich es vergesse zu erwähnen: Die RWE trägt gerade die Ränder von Immerath ab. Etliche Häuser in der Randlage der Gemeinde sind nicht mehr vorhanden. Das gilt für die Einfamilienhaussiedlung, die ich bereits häufiger erwähnte. Das gilt aber insbesondere für das Areal rund um die Klinik und dem Kloster. Dieser Bereich ist fast nicht wieder zu erkennen. Wo einst schicke Wohnhäuser standen, findet man heute nur noch plane Erde und Rasen (bzw. Unkraut). Mehr nicht. Alles weg!



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