Immerath
im September 2015


Ein sterbendes Dort in Nordrhein-Westfalen.
Geisterstadt in Deutschland.
Lost Place.


September 2015 … ein wechselhafter Tag. Nach meiner Stippvisite in Borschemich schaute ich natürlich auch noch in Immerath vorbei. Ich hatte noch immer den Mann im Kopf, der in Borschemich aus (für mich) heiterem Himmel auf das RWE-Wachpersonal losgegangen ist. Die Neven liegen also blank. Ich war also gespannt, was mich in Immerath erwartet. Ähnliche Nervosität und Aggression? Aber nein. Kein Mensch zu sehen. Niemand! Unglaublich. Wo sind die Personen, die hier noch in ihren Häuser ausharrten? Wo sind die Schaulustigen, die im Schritttempo durch den Ort fahren und ihre Nase an die Autoscheibe drücken, um bloß nicht aussteigen zu müssen?


Geisterstadt Immerath


Die Abrissbagger von Garzweiler II haben seit meinem letzten Besuch übrigens ganze Arbeit geleistet. Viele Häuser sind bereits verschwunden. Immer wieder stand ich vor grünen Wiesen, wo vor einigen Monaten noch gemütliche Häuser standen, die ich fotografierte. Hätte ich die Fotografien nicht, würde ich vermuten, dass hier nie Häuser standen. Nichts deutet mehr daraufhin. Geblieben sind grüne Wiesen. Immerath wird derzeit von zwei Seiten in die Zange genommen. Die Abrissbagger vollbringen ihr Werk einerseits im Norden der Gemeinde und gleichzeitig wüten sie im Süden, nämlich am Rande der Einfamilienhaussiedlung in der Nähe des alten Friedhofs.



Mein bisherigen Besuche der Geisterstadt Immerath waren im
April 2014, Oktober 2014, November 2014, März 2015, Mai 2015 und Juni 2015. September 2015, Januar 2016, April 2017 und im Januar 2017. Nochmals im Juni 2017.

Selbstverständlich schaute ich mir auch den Totengräber von Immerath an.
Tagebergbau Garzweiler II

Wissenswertes zum Thema:
Liste abgebaggerter Orte
Doku Tagebergbau Garzweiler II