Ein Lost Place in Italien.
Wirklich sehr spannend für
Urban Explorer.

Geisterstadt Poggioreale in Italien

Poggioreale ist ein kleines Bauerndorf im Westen von Sizilien. Es befindet sich in den Gibelliner Bergen gut 393 Meter über dem Meeresspiegel. Der Name setzt sich zusammen aus dem italienischen Wörtern "Poggio", was "Hügel" bedeutet. Und "reale", was man gut mit "royal" übersetzen kann. Aus der Ferner sieht Poggioreale aus wie jedes andere Dorf in der Region. Man könnte denken, dass lachend Kinder auf den Straßen spielen, während die übrigenEinwohner dem täglichen Erwerb nachgehen. Falsch!

Schicksalhaft für Poggioreale war die Nacht des 15. Januar 1968. Ein schweres Erdbeben erschütterte das Valle del Belice im Südwesten Siziliens. Zirka 900 Menschen verloren dabei ihr Leben und zehn Gemeinden wurden weitgehend zerstört. Besonders schwer getroffen wurden die beiden Nachbarbemeinden Gibellina und eben das hier gezeigte Poggioreale. Sie wurden nie wieder aufgebaut. Die Menschen hatten Angst vor einem neuen Erdbeben und verließen ihre Heimat, um anderswo neu anzufangen.

Das Besondere an Poggioreale ist, dass man den Ort so belassen hat wie der 1968 war. Natürlich kann man die vielen Häuser in der Geisterstadt nicht begehen, denn ihr Inneres aus den oberen Stockwerken befindet sich meist im Erdgeschoss. Nur Lebensmüde würden einen Schritt in ein solches Haus wagen. Doch die Kulisse des Ortes ist zu besichtigen, die alten Straßen können begangen werden. Poggioreale wird wie eingefroren.


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