მონასტერი ვარძია


Kloster Vardzia
Monastery Varzia

Eine wirklich spannender Ort
für Urban Explorer
und Weltenbummler.
Georgien.


Gilt eine Höhlenstadt, die im 12. Jahrhundert errichtet wurde, einst bis zu 50.000 Menschen Zuflucht bot und heute nur noch von einer Hand voll Mönchen bewohnt wird, eigentlich als Geisterstadt? Ich würd’s bejahen – selbst dann, wenn dieser Ort heute Neugierigen zugänglich gemacht wird. Ich spreche von dem Monastery Vardzia, dem ehrwürdigen Kloster von Vardzia (georgisch: მონასტერი ვარძია) – einem wahrlich eindrucksvollen Ort im Südosten von Georgien.

Bauherr der Höhlenstadt, die im 12. Jahrhundert in die Wand des Berges Eruscheti geschlagen wurde, war der georgische König Giorgi III. Ursprünglich sollte sie eine Grenzbefestigung sein, um das Land gegen die Türken und Perser zu schützen. Während der Bauzeit verstarb der König, so dass seine Tochter Königin Tamara das Werk vollenden musste. Sie lebte auch zeitweise in der Stadt und fand hier Zuflucht vor den feindlichen Seldschuk-Türken (1193 bis 1195). Wandfresken erinnern noch heute an diese Zeit und die Königin.

Die Stadt im Berg war (und ist natürlich noch heute) eindrucksvoll. Über die Jahrhunderte hinweg entstanden knapp 3.000 Wohnungen auf bis zu sieben Stockwerken. Sie waren über Höhlen, Gänge und Terrassen miteinander verbunden. Außerdem Gab es Bäckereien, eine Apotheke und natürlich durfte auch eine ebenfalls in Stein gehauene Kirche nicht fehlen.

Nach einem Erdbeben wurde die Anlage in großen Teilen zerstört. Heute sind noch 750 Räume erhalten. Wenige von ihnen werden von den eingangs erwähnten Mönchen bewohnt. Sie führen auch (und wenn gewünscht) Besucher (gegen ein kleines Entgelt) herum.


Kloster Vardzia - მონასტერი ვარძია

Urban Exploring


Abschließend noch ein Hinweis:

Neben dem Höhlenkloster Vardzia besuchte ich auch das Kloster Dawit Gareja. Auch hier kann man sich darüber streiten, ob es sich um eine Geisterstadt handelt, das es ja Touristen zugängig ist. Fest steht jedoch, dass das Kloster bereits im 6. Jahrhundert errichtet wurde und heute nur noch von einer Hand voll Mönchen bewohnt wird ... sie leben abseits jeglicher Zivilisation inmitten einer trostlosten Gaswüste.

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