Heilstätte der Johanniter


Eine Klassiker für Urban Explorer.
Lost Place in Deutschland.


Der Bau der Johanniter-Heilstätte begann 1899. Als Bauplatz wurde der Südhang eines Gipfelplateaus inmitten eines Fichtenwaldes im Harz gewählt. Anfangs bot die neue Heilstätte Platz für 60 Patientinnen. Am 26. Juni 1902 folge die feierliche Einweihung. Bereits ein Jahr später wurden aus Platzmangel weitere Gebäude errichtet. Und auch dies war nur ein Zwischenstand. 1926 folgten abermals Gebäude, so dass sich die Kapazität der Heilstätte auf 130 Betten erhöhte.

Der Rückgang der TBC aufgrund verbesserter hygienischer Verhältnisse führte zu wirtschaftlichen Problemen und dem späteren Aus der Johanniter-Heilstätte im Jahr 1967. Kurze Zeit später zogen die Nationale Volksarmee (NVA) mit 150 Kurplätzen in die Gebäude ein. Es wurden Heil-, Genesungs- und prophylaktische Kuren angeboten. Behandlungsgebiete waren Wirbelsäulen- sowie Herz-Kreislauferkrankungen.

Das war jedenfalls die offizielle Lesart. In Wirklichkeit war die ehemalige Johanniter-Heilstätte, die nur 500 Meter von der damaligen Deutsch-Deutschen-Grenze entfernt lag, ein Sperrbezirk im Sperrbezirk. Die Heilstätte war für die Oberen der Partei und des Militärs eine Luxusunterkunft mit Heilcharakter. Und weil das kein Normalsterblicher wissen durfte, war das Gebiet hermetisch abgeriegelt. Nicht einmal die Soldaten der eigenen Grenztruppen hatten Zutritt zum Gelände oder gar zu den einzelnen Gebäuden dort. Den VIP's der Partei und des Militärs wurde viel geboten: Erlesene Speisen, tägliche Zitrusfrüchte, ein kleines Geschäft mit begehrten Westwaren, die allerdings auch nur mit "harter Währung" erworben werden konnten und viele mehr. Besonders privilegierte wohnten nicht im Haupthaus, sondern für sie waren Wohnungen in den ehemaligen Ärztehäusern reserviert.

Die Wiedervereinigung brachte das Aus dieser Heilstätte, die der Elite der DDR vorbehalten war.


Lost Place - Johanniter-Heilstätte - Außenansichten

Auf dem riesigen Gelände der Johanniter-Heilstätten befinden sich neben der wuchtigen Heilstätte selbst weitere Gebäude. Drei dienten anfangs (als hier noch die Heilstätte angesiedelt war) als Ärztehäuser. Zu DDR-Zeiten - also der Ort ein Sperrbezirk war - wohnten hier die obersten VIP's der VIP's, die besonders privilegierten Gäste. Für sie wurden teilweise komplett eingerichtete (Luxus-) Wohnungen reserviert, in die kein Normalbürger (in diesem konkreten Fall die weniger privilegierten VIP's) Zutritt hatten. Unabhängig davon gab es noch einen technischen Bereich, bestehend aus Garagen, Werkstätten und Schlafräumen für Angestellte.


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Lost Place - Johanniter-Heilstätte im Mai 2010

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Oh! Damit habe ich nicht bei meinen Recherchen gerechnet: Ich fand die Johanniter-Heilstätten gerade bei Immonet.de. Dort ist zu lesen, dass Interessierte das komplette Areal für schlappe 1.500.000 Euro erwarben können - provisionsfrei wohlgemerkt. Die Wohnfläche beläuft sich auf 9.065 Quadratmeter und verfügt über 1.000 Zimmer. Etwas Geld müsste man in die Anlage stecken, um sie bezugsfertig zu machen. Ansonsten liegt sie wundervoll im Grünen. Putzig finde ich allerdings den Hinweis, dass man hier ein "Schloss" erstehen kann. [Stand: Februar 2016]


Lost Place - Johanniter-Heilstätte im März 2016

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