Sanatorium Heenich


Ein toller Ort für Urban Explorer.
Lost Place in Deutschland.


Im Sanatorium Heenich wurden fast 30.000 an Tuberkulose erkrankte Menschen behandelt oder fanden hier ihre letzte Lebensstation. Eine gewaltige Zahl die zeigt, welche Bedeutung das Sanatorium für die Region hatte. Seine Geschichte ist ein Spiegelbild des Kampfes gegen die Volkskrankheit Tuberkulose.

Das Sanatorium Heenich wurde im Mai 1907 eingeweiht. Die Heilstätte erfreute sich von Anfang an besonderem Wohlwollen des Landesfürsten. Immerhin war sein Sohn an Tuberkulose erkrankt und wurde hier behandelt. Aber einmal abgesehen von dem prominenten Patienten beherbergte das Sanatorium viele Angehörige des Mittelstandes, die ihre Behandlung selbst zahlten. Mit drei Mark pro Tag war das für Sie erschwinglich. Fast die Hälfte aller Patienten waren beispielsweise im Jahr 1921 sogenannte „Selbstzahler“ – im Gegensatz dazu waren es im Jahr 1955 nur noch drei Patienten.


Lost Place - Sanatorium Heenich

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Die Belegung des Sanatoriums Heenich erreichte 1955 mit fast 76.000 Verpflegungstagen ihren Höhepunkt. Die Kurdauer betrug im Durchschnitt 140 Tage. Die Mehrzahl der Patienten war seinerzeit zwischen 20 und 30 Jahre alt. Diesen Patienten fiel es besonders schwer sich mit den Einschränkungen eines so langen Kuraufenthaltes und den strengen ärztlichen Anordnungen abzufinden.

Die rasanten Fortschritte, die Ärzte mit der Chemotherapie erzielten, führte letztlich dazu, dass zu Beginn der 1970er-Jahre die Zeit der Tuberkulosesanatorien abgelaufen war. Die Lungenheilstätte Heenich teilte das Schicksal vieler anderer Sanatorien.