Kaserne General Olbricht


Ehemaliger Standort russischer Truppen in der DDR.
Ein eindrucksvoller Ort für Urban Explorer,
ein Lost Place in Deutschland.


Im Norden der Stadt Leipzig gibt es riesiges Gelände mit verlassenen Gebäuden – nämlich die ehemalige General Olbricht Kaserne. Ihre Geschichte reicht bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Da seinerzeit in Leipzig aufgrund eines kurfürstlichen Beschlusses keine Truppen stationiert werden durften, errichtete die Gemeinde kurzerhand vor den Toren der Stadt einen weitläufigen Militärkomplex, der beispielsweise beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs mehr als 8000 Soldaten beherbergte. Sie gehörten zum Trainbataillon 19 – also einem Bataillon mit Nachschub-, Verpflegungs- und Verwaltungsaufgaben. Neben den Unterkünften für die Mannschaften gab es natürlich auch eine riesige Heeresbäckerei und diverse Lagerhallen für Lebensmittel.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die Rote Armee (später dann die GSSD) die General Olbricht Kaserne. Seither wurden in den riesigen Lagerhallen Maschinen und Flugzeuge gewartet. Durch den mit den Arbeiten an den Panzer- und Turbomotoren verbundenem Lärm entstand der umgangssprachliche Name „Motor-Werk“. 1991 zog die GSSD ab, wobei weite Teile des Areals bis 1994 noch an eine russische Firma verpachtet waren.

Da zu Zeiten der DDR die GSSD die riesige Kaserne nicht gänzlich nutzten, siedelte sich in den Räumlichkeiten der ehemaligen Heeresbäckerei der VEB Getreidehandel an. Er gehörte zum VEB Backwarenkombinat Leipzig. Er produzierte noch über die Zeit der Wende hinaus, musste aber irgendwann auch seine Tore schließen.


General Olbricht Kaserne - Kasernengebäude

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Getreideverarbeitung zur Versorgung der Soldaten

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Wissenswertes!

Roter Stern über Deutschland. Bei Youtube fand ich eine sehenswerten, dreiteilige Dokumentation. Selbst als einigermaßen Informierte sah ich mir die Sendungen mit großem Interesse an. Ich kann Sie Dir nur empfehlen.