Militärflugplatz Finow


Das Flugfeld Finow ist heute ein
Museum und kein Lost Place.
Dennoch lohnt ein Besuch.


u 88, B-17, He 219, Jak-9, P-40, MiG-15, … die Liste der Flugzeugtypen, die der Flugplatz Finow gesehen hat, scheint endlos zu sein. Sie zeigt allerdings auch seine bewegte Geschichte: 1937 kauften die Nazis nach und nach das Land der umliegenden Bauern, um dort ein Flugfeld zu errichten. Zwölf Monate darauf begann bereits der Ausbau. Nochmals ein Jahr später wurde der neue Flugplatz dem Luftzeugamt Jüterbog unterstellt.

Natürlich war diese Infrastruktur für die russischen Truppen von hohem Interesse und Bedeutung. Sie besetzten das Flugfeld im April 1945, um es fortan – und bis zur Wende 1990 – zu nutzen. Wegen seiner Bedeutung gaben sie dem Flugplatz Finow verschiedene Decknamen. Zuerst hieß er LEGALNY (ЛЕГАЛЬНЫ), in den 1970er-Jahren SCHITNAJA (ЖИТНАЯ) und später in den 1980er-Jahren des letzten Jahrhunderts NARSAN (НАРЗАН).

Seit dem Abzug der sowjetischen Truppen ist der Flugplatz für den zivilen Flugverkehr geöffnet. Er ist zugelassen für Maschinen mit einem Abfluggewicht von bis zu 14 Tonnen. Auf dem westlichen Teil des Platzes in der Nähe des Ortes Finowfurt befindet sich auf dem Gelände das Freilichtmuseum „Luftfahrthistorische Sammlung Finowfurt“. Dort werden u.a. Flugzeuge der militärischen und zivilen Luftfahrt gezeigt. Diese schaute ich mir an.

Bei den Standortplanungen für den zukünftigen Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) wurde auch der Flugplatz Finow als möglicher Standort geprüft und später abgelehnt.


Lost Place - Militärflugplatz Finow

Urban Exploring


Wissenswertes!

Roter Stern über Deutschland. Bei Youtube fand ich eine sehenswerten, dreiteilige Dokumentation. Selbst als einigermaßen Informierte sah ich mir die Sendungen mit großem Interesse an. Ich kann Sie Dir nur empfehlen.