Friedhöfe


Sinn des Lebens: etwas,
das keiner genau weiß.
Jedenfalls hat es wenig Sinn,
der reichste Mann auf dem
Friedhof zu sein.

Peter Ustinov
1921-2004


Friedhöfe erfüllen eine wichtige Funktion. Sie sind vor allem dazu bestimmt, den Angehörigen Verstorbener ein ungestörtes Totengedenken zu ermöglichen. Sie spielen aber auch eine wichtige Rolle in der religiösen Praxis.

Die Entstehung der Friedhöfe wie wir sie heute kennen, begann vor gut 200 Jahren. Nur wenige Menschen hatten zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine eigene Grabstätte und nur wenige Familien konnten sich gar einen Grabstein leisten, um dem Verstorbenen mit ihm ein Denkmal zu setzen. Obendrein wurden die Verstorbenen meist rund um die Kirche begraben. Zwischen den Gräbern standen häufig Obstbäume, deren Ertrag dem Pastor zustand. Die Obstbäume wiederum sollten den Lebensrhythmus symbolisieren.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden dann die ersten Friedhöfe mit gartenähnlicher Gestaltung – sogenannte Parkfriedhöfe. Die Gräber wurden in eine Gartenlandschaft eingebettet, die eigens zu diesem Zwecke angelegt wurde. Einer der berühmtesten Friedhöfe dieser Art ist der Cimetière du Père-Lachaise in Paris.


Die Friedhöfe der Welt sind voll
von Leuten, die sich für
unentbehrlich hielten.

Dr. George Benjamin Clémenceau
1841-1929


Selbstverständlich gibt es auch Friedhöfe der ganz besonderen Art. Ich besuchte zwei von Ihnen und sie beeindruckten mich jeder auf seine Art und Weise: Ende des 16. Jahrhunderts entdeckten beispielsweise Kapuzinermönche in Palermo, dass Verstorbene, die sie in einem Grabgewölbe unterhalb ihrer Kirche bestatteten, mumifizierten. Die Leichen der seinerzeit bestatteten Menschen kann man heute noch bestaunen. Einige Jahrhunderte später mussten in Paris zehntausende Leichen umgebettet werden. Praktisch wie die Pariser nun mal veranlagt sind, nutzen Sie Gewölbe unterhalb der Stadt – so entstanden die berühmten Katakomben von Paris.



Ausgewählte Orte,
die ich bisher besuchte

Urban Exploring