Geisterstadt Borschemich.

Ein sterbendes Dort in Nordrhein-Westfalen.
Bald wird es komplett verschwunden sein.
Es muss dem Tagebergbau Garzweiler II weichen.

Geisterstadt in Deutschland.
Lost Place.

Geisterstadt Borschemich im Januar 2016


Januar 2016
… die Bagger leisteten in den letzten Monaten ganze Arbeit. Es ist schon erschreckend wie sich das Bild der Gemeinde seit meinem letzten Besuch veränderte. Ein großer Teil der Ortschaft ist gar nicht mehr vorhanden – inkl. einiger Gebäude, die ich bei jedem meiner Besuche mit Inbrunst fotografierte. Obendrein ist das unter Denkmalschutz und historische Haus Paland verschwunden. Jetzt klafft dort, wo das wundervolle Herrenhaus einst stand, nur noch ein großes Loch. Und auch die Kirche St. Martinus wird es bald an den Kragen gehen. Die Bäume sind schon alle gefällt, so dass die Abrissteams freien Zugang haben.

Angesichts dieser gravierenden Veränderungen kommt eine düstere Stimmung bei mir aus. Ich muss unweigerlich an meine letzte Stippvisite in der Geisterstadt Borschemich denken. Die Nachwehen dieses Besuches führen mich nämlich an diesem regnerischen Tag wieder hierher. Seinerzeit wurde ich Zeuge eines wahrlich heftigen und verbitterten Streitgesprächs zwischen einem Anwohner und zwei Damen vom RWE-Wachschutz. Auch wenn ich eigentlich auf der Seite des Anwohners war … seine Reaktionen waren allerdings so bedrohlich und hasserfüllt, dass ein Rechtsstreit die Folge war. Richtigerweise. Und ich wurde als Zeuge geladen. Toll fand ich das nicht. Aber ich konnte diesen offiziellen Termin immerhin für einen erneuten Besuch der schwindenden Gemeinde nutzen.


Geisterorte




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